Spannung garantiert - auch auf Asphalt

05.03.10
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von Christian Helmig     Die Entscheidung brauchte kein langes Überlegen. „Bevor wir den Luisenturmlauf hätten absagen müssen, haben wir uns für eine Ausweichlösung entschieden”, sagt Peter Polomsky, Streckenobmann

Wie Polomsky bereits in der vergangenen Woche angekündigt hatte, wurde dafür die Originalstrecke, die schon 2001 und 2008 modifiziert worden war, erneut abgewandelt. Statt über die Nordseite des Teutoburger Waldes Richtung Dissen, wo noch immer Eis und abgeknickte Bäume die Waldwege unzugänglich machen, suchen die Halbmarathonläufer nun auf einer 21,1 Kilometer langen und zum größten Teil asphaltierten Route zwischen Borgholzhausen und Wellingholzhausen ihre Sieger.

„Die Ersatzstrecken sind landschaftlich ebenfalls sehr schön und sportlich anspruchsvoll”, versichert Polomsky - wohl wissend, dass der Luisenturmlauf Werbung dieser Art eigentlich gar nicht mehr nötig hat: Denn die Langlauffreunde aus nah und fern haben sich von dem hartnäckigen Winter und dem neuen Termin - erstmals findet das Rennen an einem Sonntag statt, erstmals erfolgt der Startschuss schon um 10 Uhr - nicht abschrecken lassen. Schon seit Wochen ist »Luise«, wie der Lauf in Fachkreisen liebevoll genannt wird, restlos ausgebucht. 800 Starter erwartet der LC Solbad am Sonntagmorgen im Ravensberger Stadion. Wer Glück hat, kann über eine Warteliste ins Feld rutschen. Nachmeldungen werden am Sonntag nicht mehr angenommen.



Nächste Runde im Duell Lundström - Dirk Strothmann

Mit am Start sind auch die Teilnehmer des »kleinen«, von 12,5 auf 11 Kilometer verkürzten Laufes. Buchstäblicher Höhepunkt beider Wettbewerbe ist zum ersten Mal der steile Anstieg über die Serpentinen der Peter-Eggermont-Straße hinauf zum Hollandskopf. Wer hier Reserven mobilisieren kann, hat beste Chancen, den ein oder anderen Konkurrenten abzuhängen.

Spannung ist garantiert - dafür sorgen allein zwei Namen in der Meldeliste des Halbmarathons: Der Ex-Solbader Ingmar Lundström, mittlerweile für DJK Gütersloh am Start, trifft auf Lokalmatador Dirk Strothmann vom LC Solbad. Die Routiniers lieferten sich schon viele heiße Duelle - zuletzt beim Böckstiegellauf und dem Borgholzhausener Weihnachtscross. Beide Male hatte Lundström die Nase vorn. Dirk Strothmann indes geht beim Luisenturmlauf als Titelverteidiger an den Start. Zusätzliche Brisanz erhält der Zweikampf, weil Lundström und Strothmann um den Gesamtsieg der Active-Trailrunning-Wertung kämpfen. Der Luisenturmlauf ist die vierte Station der Serie, das Finale steigt beim Hermannslauf am 25. April.

Topfavoritin bei den Frauen ist Franziska Schmidt. Die aktuelle Hermannslaufsiegerin könnte auf eine ihrer Vorgängerinnen treffen, denn auch Kirsten Heckmann vom SV Brackwede hat für den Cup gemeldet. Ob die schnellste Luisenturmläuferin der vergangenen vier Jahre tatsächlich in Pium antritt, war bis gestern jedoch noch offen. Auf vordere Platzierungen hoffen nicht zuletzt auch die Solbader Asse Antje Strothmann und Victoria Willcox-Heidner, die erstmals nach ihrer Babypause wieder einen längeren Wettkampf in Angriff nimmt.

Völlig offen scheint derweil der Ausgang des 11-km-Rennens. Im vergangenen Jahr hatten Ulrich Petri (Wolfsburg) und Estefania Valles Fernandez aus Bielefeld über elf Kilometer überraschend die Nase vorn.

 
 
 
 
 


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