Voodoo, Limbo, Kannibalen

08.02.10
von Nils Bentlage  
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von Nils Bentlage


Borgholzhausen. Eine Tüte Hundefutter, die passende Konstellation von Mond und Jupiter und natürlich ein afrikanischer Medizinmann - mit dieser Kombination haben wir die Fußball-Weltmeisterschaft 2010 schon so gut wie in der Tasche. Dieser Überzeugung ist zumindest Jochen Rösner, der sich beim Winterball des TuS Ravensberg Borgholzhausen als afrikanisches Stammesoberhaupt versuchte.
Ein König auf der Trage, dazu zwei ergebene Sklaven, ein Missionar im Topf und immer einen lockeren Spruch auf der Zunge - Medizinmann und leidenschaftlicher Kannibale Ongo-Bongo fühlte sich sichtlich wohl in Gesellschaft des TuS Borgholzhausen. Beim Winterball des Piumer Sportvereins drehte sich am Samstag alles um den WM-Gastgeber 2010 - Südafrika.
Mit einem bunten Programm aus Tänzen und immer wiederkehrenden, lustigen Einlagen der Moderatoren verzauberte der TuS Borgholzhausen rund 300 Gäste im Haus Hagemeyer. Gespielt von Jochen Rösner und Andreas Rädel führten der Kannibalenkönig und ein köchelnder Missionar die Gäste durch den Abend. „Biste bereit für noch ein paar junge Hühner?”, fragte Rösner und rief die Mini-Jazz-Gruppe als ersten Höhepunkt des Abends auf die Bühne. Insgesamt waren an dem Programm rund 50 Akteure beteiligt.
Mitgerissen von der Musik und inspiriert von zuerst den kleinen und später den größeren Tänzerinnen, etwa den D-Jugend-Handballerinnen, kam schnell ausgelassene Stimmung auf. Mit lautem Lachen und ersten Anzeichen von Schnappatmung konnte man den Gästen deutlich anmerken, dass ihnen das Programm gefiel.
Besonders die Jazz-Damen und die zweite Frauen-Handball-Mannschaft sorgten für lauten Beifall. Verkleidet als Krankenschwestern stürmten die Jazz-Tänzerinnen ins Rampenlicht und tanzten eine kleine Ballade zum Thema Krankentransport und Reanimierung. Ein mutiger Fußballspieler hatte dabei eine tragende Rolle.
Im Mittelpunkt stand kurzzeitig auch Medizinmann Hulu Mulu vom »Voodoo-Toto-Rennquintett«. Oder wie König Ongo-Bongo es nennt: „Voodoo, Toto, Hassenichgesehen.” Hulu Mulu, gespielt von Thorsten Indiesteln, sei afrikanischer Medizinmann - aber natürlich keiner der herkömmlichen Art. Mit Hilfe seiner Hühnerknochen, die irgendwie an das Leckerli eines Hundes erinnerten, stellte er ganz klare Prognosen für die WM 2010 auf: „Holland? Die fahren doch immer nach dem Viertelfinale schon nach Hause”, zog Hulu Mulu seine Schlüsse. England im Halbfinale? „Gibt Elfmeter, wird gar kein Problem”, war er sich sicher.
Nachdem der Missionar, für den König Ongo-Bongo extra noch ein wenig Petersilie besorgt hatte, sich beim Limbo aus dem köchelnden Kessel gerettet hatte, beendeten Rösner und Rädel das Programm mit einer gelungenen Neuauflage von Boney M. Die Handballerinnen der ersten und zweiten Mannschaft hatten hierzu das Tanzbein geschwungen und dazu »Rivers of Babylon« durch den Saal tönen lassen.
Den Abend nach dem Showprogramm ließ der TuS Borgholzhausen mit der Musik der Band »Dream« aus Löhne ausklingen, wobei es auch eine Tombola mit insgesamt 300 tollen Preisen gab
 
 
 
 
 


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