„Konsolidierung abgeschlossen” |
06.02.10 |
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Auf Nachfrage versuchten sich die Banker zu erinnern, wann es das letzte Mal einen Gewinn beim Bankverein gegeben hatte. „Das muss 2003/2004 aufgrund von Sondereffekten gewesen sein”, meinte Werner Hachmeister. Das »Schiff Bankverein« aus stürmischer See in ruhigeres Wasser zu führen war das erklärte Ziel von Christoph Böckle gewesen. „Wir hatten mit zwei Jahresabschlüssen, zwei Hauptversammlungen und zwei Kapitalerhöhungen in 2009 ein wirklich turbulentes Jahr”, räumte er ein. Neun Monate hintereinander hat der Bankverein Werther bis einschließlich Dezember 2009 schwarze Zahlen geschrieben. Die Bilanzsumme stieg von 49 auf 68 Millionen Euro und die Kundeneinlagen legten um 30 Prozent zu. „Wir haben strategische Partner gesucht und gefunden”, erklärte Christoph Böckle diesen Erfolg. Im Privatkundengeschäft stiegen die Einlagen immerhin um zehn Prozent. „Ein Beweis dafür, dass das Vertrauen der heimischen Kunden in uns wieder steigt”, sagte Werner Hachmeister. 27 Mitarbeiter (24 in 2008) sind heute an den Standorten Werther, Bielefeld und München für den Bankverein Werther tätig. Seit November neu im Team ist Danyon Lloyd (siehe »Zur Person«), der die Niederlassung München leitet. Der 40-jährige Banker aus England gehört als Generalbevollmächtigter zum erweiterten Vorstand des Bankvereins und leitet die Geschäftsbereiche Cards & Payments, Banking Solutions. „Es ist für die Mitarbeiter eine tolle Sache, für eine profitable Bank zu arbeiten”, erklärte Lloyd. Dass der Spezialist für »Payment« mit seiner dreiköpfigen Mannschaft in München dazu einen nicht unwesentlichen Beitrag geleistet hat, machte Christoph Böckle deutlich. Die Bank habe durch Lloyd einen „wichtigen Impuls bekommen”. Lloyd selbst nahm sich bescheiden zurück und lobte die „guten Arbeitsbedingungen in einer kleinen Bank”. „Der Personalmarkt für Payment-Spezialisten ist sehr klein. Danyon Lloyd hat zunächst für uns als Berater gearbeitet und ein Projekt erfolgreich durchgeführt, bevor wir uns zu einer langfristigen Zusammenarbeit entschlossen haben”, berichtete Vorstand Böckle. Ein Londoner Headhunter hatte den Kontakt hergestellt. Durchschnittlich einmal pro Monat ist Danyon Lloyd in Werther. „Wir werden keine weiteren Niederlassungen eröffnen”, betonte Werner Hachmeister. München sei der größte Finanzstandort Deutschlands und deshalb mache es Sinn, dort vertreten zu sein. Die Konsolidierung des Bankvereins betrachtet das Führungsteam als abgeschlossen. „Jetzt können wir uns um neue Geschäfte und das Wachstum kümmern”, kündigte Christoph Böckle an. Nachhaltigkeit und gründliche Risikovorsorge stehen dabei an erster Stelle. „Wir sind jetzt sehr solide finanziert und werden den eingeschlagenen Weg weitergehen”, sagte Werner Hachmeister. Eine kleine Bank brauche starke Partner, waren sich beide einig. Das Geschäft mit Forderungen, das Geschäft mit Privatkunden und das Geschäft mit Zahlungsmitteln sind die drei Säulen, auf denen die Zukunft des Bankvereins Werther aufgebaut werden soll. „Wir wollen kontrolliert Gewinne machen, unsere Rücklagen stärken und natürlich auch einmal Dividenden zahlen”, so Christoph Böckle Die Aktionäre des Bankvereins werden das gern hören. |
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