Ein Gegner mit Zweitligaformat |
06.02.10 |
![]() „Wo ist eigentlich das Endspiel?”, fragt Steinhagens Kotrainer Dirk Blankert und meint damit die Endrunde im Deutschen Handball-Pokal. Bis dahin ist es jedoch noch ein weiter Weg, der für die Sportvereinigung, realistisch gesehen, wohl schon am Samstagabend zu Ende sein dürfte. „Für uns ist dieses Spiel ein Bonusprogramm, eine Belohnung für die Mühen, die die Mannschaft im ungeliebten Kreispokal auf sich genommen hat”, sagt Blankert. Möglichst viel Spaß sollen die Spieler aus der Sache ziehen, auch wenn die Siegchancen gering seien, hofft Steinhagens Sportlicher Leiter, dass mit der entsprechenden Lockerheit vielleicht doch eine Überraschung gelingen könnte. In der Regionalliga auf Platz zwei Die Fakten allerdings sprechen dagegen: Mit 28:8 Punkten steht Wermelskirchen einen Zähler hinter Rheinhausen auf Platz zwei und hat sich den Aufstieg in die Zweite Liga zum Ziel gesetzt. Die Mannschaft aus dem Rheinisch-Bergischen Kreis hat zahlreiche Spieler mit Zweitliga-Erfahrung in ihren Reihen. Rückraummitte Thomas Küster ist mit 90 Treffern bislang erfolgreichster Torschütze des TuS, gefolgt von Kreisläufer Robert Heinrichs (87), der vor der Saison vom Bundesligisten HSG Düsseldorf nach Wermelskirchen wechselte. Die Rückraumspieler Kim Neuenhöfer und Thomas Zeller - Letzterer spielte zuvor für den TuS Spenge - komplettieren das Quartett, das knapp 60 Prozent der Wermelskirchener Saisontreffer erzielte. Spielertrainer der Mannschaft aus dem südöstlich von Remscheid gelegenen Ort ist Lars Hepp, der wie einige andere Akteure vom Zweitligisten Leichlinger TV kam. Hepp redet nicht lange um den heißen Brei herum. „Bei allem Respekt vor unserem Gegner: Ich erwarte, dass wir unserer Favoritenrolle gerecht werden. Wir wollen das Spiel schnell entscheiden und von Beginn an zeigen, wer die stärkere Mannschaft ist.” Auf der Gegenseite hofft Blankert, dass der TuS die Aufgabe unterschätzt: „Vermutlich werden sie lachen, wenn sie unsere Spieler sehen und dann fragen, wo denn die größeren Rückraumspieler bleiben”, spielt er auf die vermutlich erheblichen Längendifferenzen an und hofft, dass man den Gegner mit der offensiven Deckung überraschen kann. Intensiv beschäftigt habe man sich jedoch nicht mit den einzelnen Spielern des Gegners, sagt er und erklärt: „Es ist ja eh klar, dass wir auf allen Positionen unterlegen sind.” Die Spvg. muss auf Janos Fülöp (beruflich verhindert) verzichten, Björn Steinbach geht leicht verletzt in das Spiel. Angesichts der nominell deutlichen Unterlegenheit kann es für Steinhagen nur darum gehen, die Niederlage im Rahmen zu halten. Doch für alle Fälle: Das Final-Four findet auch in diesem Jahr in Hamburg statt.
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