Flammeninferno in Dissen

21.11.09
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Borgholzhausen (ans/HK). Meterhohe Flammensäulen, aufgewirbelt von mehreren Explosionen und eine Qualmwolke, die weite Teile Dissens einhüllte - einen Großbrand wie am Donnerstagabend in der Reifenfirma Hinghaus hatte es schon lange nicht mehr gegeben. Kreisbrandmeister Heiner Prell geht von einem Schaden in Millionenhöhe aus.

Es war etwa 19.45 am Donnerstagabend, als der Großalarm ausgelöst wurde. Zunächst hatten Mitarbeiter des Betriebes einen brennenden Reifenstapel zwischen zwei Hallen bemerkt und versucht, das Feuer selbst zu löschen. Als das nicht gelang, riefen sie die Feuerwehr.

Insgesamt wurden nahezu alle freiwilligen Feuerwehren des Südkreises sowie zwei Werkswehren und die Berufsfeuerwehr aus Osnabrück mit über 300 Einsatzkräften angefordert. Auch der Löschzug Versmold rückte aus und leistete seinen niedersächsischen Nachbarn Hilfe. Trotzdem konnte nicht verhindert werden, dass das Feuer zunächst auf die beiden angrenzenden Lagerhallen und dann auch noch auf eine dritte Halle übergriff. Die Flammen waren noch aus einer Entfernung von etwa zehn Kilometern zu sehen und lockten viele Schaulustige an.

Durch den Großbrand wurden Giftstoffe freigesetzt, die zeitweise zu einer Gefährdung der Anwohner führten. Die Betroffenen wurden über Rundfunk und Lautsprecherdurchsagen gewarnt. Verletzt wurde offenbar niemand. Seit Freitagmorgen liegen die Schadstoffbelastungen wieder unter dem kritischen Wert. Da sich auf dem Gelände des Reifenherstellers nach wie vor Glutnester befanden und auch gestern noch giftige Gase freigesetzt wurden, konnten durch die Polizei noch keine abschließenden Feststellungen zur Brandursache getroffen werden.

 
 
 
 
 


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