„Er ist die große Hoffnung”

17.11.09
Steinhagen/Warstein (HK). Mylène Diederichsmeier hat jetzt den Großen Preis der Warsteiner Champions-Trophy gewonnen. Auf ihrem jüngsten Pferd Royale?s Son bewältigte die Steinhagener Springreiterin den Stech-Parcours im S***-Springen fehlerfrei in 33,09 Sekunden.  
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Steinhagen/Warstein (HK). Mylène Diederichsmeier hat jetzt den Großen Preis der Warsteiner Champions-Trophy gewonnen. Auf ihrem jüngsten Pferd Royale?s Son bewältigte die Steinhagener Springreiterin den Stech-Parcours im S***-Springen fehlerfrei in 33,09 Sekunden.


Die 32-jährige Mylène Diederichsmeier ist nach Susanne Bering (2006 und 2008) erst die zweite Frau, die die Warsteiner Champions-Trophy gewinnt. Die Titelverteidigerin war dieses Mal nicht in den Sattel gestiegen.
Diederichsmeier ist von Anfang an Stammgast der Champions-Trophy und hat fast jedes Turnier mitgeritten. Doch zum großen Erfolg reichte es nie. Das war am Sonntagabend bei der zehnten Auflage anders.
Als vierte Reiterin ging Mylène Diederichsmeier ins Stechen des Drei-Sterne-S-Springens und legte wie schon im ersten Umlauf eine Nullrunde hin. Dabei toppte sie die Zeit von Thomas Voß auf Carena (34,05 Sekunden), der als Erster den Stech-Parcours betrat, in fantastischen 33,09 Sekunden.
Nur noch Franz-Josef Dahlmann (RV Albersloh) auf Romulus war nach ihr noch schneller. Bis zum letzten Hindernis hatte der Herforder seinen zweiten Triumph im Großen Preis der Warsteiner-Brauerei dicht vor Augen. Doch dann fiel doch noch eine Stange. Und mit vier Fehlerpunkten war die Fabelzeit von 31,59 Sekunden am Ende doch nichts mehr wert für Dahlmann.
Während Mylène Diederichsmeier mit dem achtjährigen Westfalen-Wallach Royale?s Son startete, brachten auch die Nächstplatzierten Thomas Voß und Henrik von Eckermann mit der Holsteiner-Stute Carena und dem Hannoveraner Rocketman achtjährige Pferde an den Start. „Ihr Pferd ist aber ein bisschen kleiner und daher schneller”, sagte der Drittplatzierte Henrik von Eckermann über ihren furiosen Ritt. „Aber ohne die richtige Reiterin nützt das natürlich nichts.”
Die siegreiche Championesse ist derweil voll des Lobes: „Hier herrschen sehr gute Bedingungen. Die Abreitehalle ist super für junge Pferde, die man so gut an den Sport heranführen kann”, sagte die Steinhagenerin anschließend in einem Interview. Toll sei auch die Atmosphäre: „Das Publikum fiebert richtig mit.”
Der Parcours beim Großen Preis sei „anspruchsvoll, aber nicht extrem” gewesen. Dass lediglich acht Reiter ins Stechen kamen, spreche für den Schwierigkeitsgrad. Sie lobte die mutige Vorstellung ihres Royale?s Son: „Er hat ganz toll mitgemacht und ist die ganz große Hoffnung bei uns im Stall.”
Die stolze Besitzerin des Pferdes, Christa Goessing aus Steinhagen, wurde im Urlaub auf Mallorca über den mit 6 500 Euro prämierten Erfolg informiert. Zum krönenden Abschluss düste die Siegerin mit dem Sonderpreis - einem 15 000-Euro-Quad - durch die Reithalle.
 
 
 
 
 


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