Haller Berufskolleg verabschiedet 208 Schüler |
26.06.09 |
![]() Lehrer und Eltern hätten während der Schulzeit oft die Rolle des Trainers übernommen. „Diese Rolle müssen Sie jetzt selbst übernehmen, sonst werden die Vorgesetzten am Arbeitsplatz Ihre Trainer sein”, so Kuhlmann. Die Abgänger sollten auf sich selbst vertrauen und nicht nach dem Staat rufen, riet er. „Jede Hilfe verlangt der Staat von uns zurück, die Schulden von heute sind die Steuern von morgen”, sagte der Schulleiter mit Blick auf die Wirtschaftskrise. Für die Schülerinnen und Schüler bedankte sich Julia Johanning bei Kuhlmann und der gesamten Lehrerschaft. „In der Sprache der Winzer wäre dieser Jahrgang ein Jungwein. Er ist trinkbar, braucht aber noch Nachbehandlung”, erklärte die junge Frau. Es handele sich um einen „erstklassigen Abgang”, manche seien etwas vollmundig gewesen und manche hätten ein Jahr Zwischenlagerung benötigt, meinte sie launig. Die Weltwirtschaftskrise hätte bei vielen Schülerinnen und Schülern das Denken verändert. „Vorher waren wir häufig darauf fixiert, unsere Arbeitszeit zu minimieren und mit geringem Aufwand ans Ziel zu kommen, räumte Heike Johanning ein. In der Krise sei klar geworden, wie nötig Selbstverantwortung und Initiative seien, betonte die Abgängerin. Den Lehrern sei für ihre Mühe an dem „guten Jahrgang” herzlich zu danken. Insgesamt 30 Vollzeitschüler und Ausbildungsabsolventen schlossen ihren Bildungsgang mit einem Einserschnitt ab. Es handelt sich um: Jannis Vincent Kinast, Nicole Duwenhögger, Janine Schramm, Sergej Friesen, Carsten Große-Soetebier, Carsten Haring, Arkadi Prier, Ricardo Wellnitz, Carina Höcherl, Christina Steffan, Sandra Bath, Olga Berg, Jennifer Patrizia Kulms, Mandy Mathejczuk, Alexander Grass, Caroline Polenz, Verena Dieckmeyer, Bianca Müther, Mareike Majewski, Linda Müller, Carolin Wiegratz, Tanja Dyck, Nina Trodtfeld, Valentina Strubel, Jaqueline Kempf, Erwin Erdmann, Patrick Hanheide, Mona Lisa Bickhoff, Lena Polten. Die Schule zeichnete ihre besten Abgänger mit Buchgutscheinen aus. Schulleiter Kuhlmann gratulierte ihnen herzlich und hob die Bedeutung von eigener Initiative und Leistungsbereitschaft für den beruflichen Erfolg hervor. „Ein guter Trainer weiß, etwas geht immer noch”, benutzte Kuhlmann ein Bild aus dem Sport. Auch wenn die Spieler längst erschöpft aufgeben wollten, treibe der Trainer sie weiter nach vorn und hole die beste Leistung aus ihnen heraus. Kuhlmann bedankte sich bei den Organisatoren der Abschlussfeier und insbesondere bei den bekleidungstechnischen Assistenten und Assistentinnen, die mit einer Modenschau für den festlichen Rahmen sorgten. „Melancholie und Freude sind wohl Schwestern”, zitierte Hans-Jürgen Kuhlmann den Schriftsteller Erich Kästner und stimmte die Abgänger so auf ihren Abschied von der Schule ein. |
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