Tödlicher Unfall mit Brennspiritus |
28.02.09 |
![]() Am Freitagmorgen fand die Haushälterin dort die Leiche. Das Anwesen am Brokweg in der Nähe der Windkraftanlagen liegt rund 300 Meter vom nächsten Gehöft entfernt. Es besteht aus einem kleinen Fachwerkkotten und mehreren Schuppen. Das Unglück muss sich nach den Ermittlungen der Polizei im Garten, der vom Brokweg aus gesehen hinter dem Haus liegt, zugetragen haben. Wegen der Entfernungen konnte das grausige Geschehen von den Nachbarn unbemerkt bleiben. Ein Zeuge hatte den Mann noch am Donnerstagnachmittag besucht und sagte gegenüber der Polizei aus, dass er gesehen habe, wie das Opfer Vorbereitungen traf, ein selbst gerupftes Huhn durch das Abflämmen mit Spiritus von letzten Federresten zu befreien. Dieses Verfahren ist bei Hausschlachtungen von Hühnern allgemein üblich. Wegen der starken Geruchsentwicklungen wird es vorwiegend im Freien angewandt. Der Kölkebecker hatte Erfahrung mit dieser Vorgehensweise. Allerdings verlief das Geschehen am Donnerstag nicht wie geplant. Vermutlich entwickelte sich beim Entzünden des Spiritus eine Stichflamme und es kam zu einer Verpuffung. Dadurch gelangte Spiritus auf die Kleidung des Mannes. Bei ihren Ermittlungen fand die Polizei Spuren, die darauf hindeuten, dass der 81-Jährige noch den Weg zurück ins Haus schaffte, wo er die brennende Bekleidung mit Wasser zu löschen versuchte. Das gelang aber nicht und der Mann lief offenbar brennend und in Panik wieder zurück ins Freie. Im Garten verstarb er schließlich an den Folgen seiner schweren Brandverletzungen. Nach dem derzeitigen Ermittlungsstand liegen der Polizei keinerlei Hinweise auf ein Fremdverschulden vor. Sie ordnet den Tod des Kölkebeckers als tragischen häuslichen Unfall ein. |
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