20 Liter »Haller Bier« schenkt Ronnie umsonst aus

11.12.08
DSC_0003

Halle (DHS). Das erste Haller Bier ist fertig und kann im Buchenkrug probiert werden. Gebraut wurde der Gerstensaft zwar in Österreich, aber Buchenkurg-Wirt Ronnie Petersen hatte seine Hände im Spiel. „Ich bin vor vier Wochen dort in meine Brauanlage eingewiesen worden und dabei ist das Bier entstanden”, erläutet er.

20 Liter »Münchner Hell« stehen Petersen zur Verfügung, und die schenkt er kostenlos an interessierte Gäste aus. „Wenn das Bier weg ist, dann ist es weg”, sagt der Wirt, der bereits am Nachschub braut. 300 Liter fasst sein Braukessel. Er steht in einem separaten Raum des Buchenkrugs und soll zentraler Punkt einer ganz besonderen Erlebnisgastronomie werden.

„In der Braustube können die Gäste dabei sein, wenn ihr Bier entsteht”, hat sich der Wirt vorgenommen und investiert in ein spezielles Ambiente. Bei der Produktion des ersten und einzigen Haller Bieres ist Petersen völlig flexibel. „Ich kann jede Sorte Bier brauen”, sagt er und nennt unter anderem Bockbier, Weizenbier, Maibock oder Festbier, das typischer Biergartengetränk in Bayern.

Sechs Stunden bleibt die sogenannte Würze im Braukessel, Hefe wird zugesetzt und dann kommt das künftige Bier vier bis sieben Tage in den Gärbehälter. „Je nachdem, ob das Bier ober- oder untergärig werden soll”, weiß Ronnie Petersen. Zwei bis drei Wochen muss das Bier dann in die vier Lagertanks zu je 500 Liter, bevor es in die Ausschanktanks umgefüllt wird.

„Ich habe drei Schanktanks zu je 250 Liter, die ich statt der Fässern aus der Brauerei nutzen kann”, erläutert Ronnie Petersen. Sein Wasser bekommt der Wirt von den Technischen Werken Osning. „Das Haller Wasser hat eine tolle Qualität, nur relativ viel Kalk.” Gerste will der Haller bald auch aus der Region beziehen. „Bier aus Halle wird natürlich anders schmecken, als das Bier der großen Brauereien”, ist dem Neu-Brauer klar.

Seine Gäste will Petersen deswegen langsam auf den Geschmack bringen. „Die Leute sollen probieren, mir ihr Urteil sagen und ich setze das dann um”, kündigt er an. Der Fantasie sind dabei kaum Grenzen gesetzt. „Ich braue Firmen auf Wunsch ihr eigenes Bier, das es sonst nicht gibt, und für das Haller-Willem-Fest werde ich ein spezielles Bier herstellen.”

Ob Braukurse oder den Verkauf von Bier im Fass - Ronnie Petersen ist vom Brauen richtig begeistert und sprudelt über vor Ideen. „Im Sommer gibt es in meinem Biergarten mein Weizenbier, auf dem Heimweg können sich die Leute das Bier in der Siphonflasche mitnehmen und haben keine Probleme beim Fahren.” Im Buchenkrug gibt es fünf Bierhähne und so viele verschiedene Sorten des eigenen Gestensaftes kann der Wirt beiBedarf ausschenken.

 
 
 
 
 


« zurück