„Ich spare jeden Tag”

25.11.08
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Steinhagen (mut). Manfred Schweitzer ist zufrieden. Der Steinhagener hat umfangreiche Energiesparmaßnahmen an seinem Wohnhaus durchgeführt und sagt: „Ich merke schon jetzt, dass ich jeden Tag spare.”

Steinhagen (mut). Manfred Schweitzer ist zufrieden. Der Steinhagener hat umfangreiche Energiesparmaßnahmen an seinem Wohnhaus durchgeführt und sagt: „Ich merke schon jetzt, dass ich jeden Tag spare.”

„Bei den Gaspreisen heutzutage, da muss man doch was machen”, sagt Schweitzer. „Die meiste Wärme verpulvert doch durch den Schornstein.” Und nachdem sein Sohn sich Solarkollektoren aufs Dach hat bauen lassen, ließ sich auch Manfred Schweitzer von Energietechnik Werner in Steinhagen ein Angebot unterbreiten. „Zuerst wollte ich nur eine Solaranlage fürs Dach haben”, sagt Schweitzer, „aber dann haben wir die komplette Heizungsanlage erneuert.” - „Nach gut 20 Jahren ist das durchaus zu empfehlen”, sagt Handwerksmeister Andreas Werner. „Im ersten Monat habe ich bereits 100 Kilowattstunden eingespart”, sagt Schweitzer.

Der Warmwasserspeicher mit einem Fassungsvermögen von 300 Litern konnte indes erhalten bleiben. Rund 90 Kubikmeter verbrauche der Dreipersonenhaushalt jährlich, schätzt Manfred Schweitzer. Das Wasser wird über die Röhrenkollektoren erhitzt, die auf dem Dach des Hauses angebracht sind. 4,4 Quadratmeter groß ist die Solarfläche. „Auf dem Dach ist zwar noch mehr Platz”, sagt Andreas Werner, „doch größere Kollektoren machen keinen Sinn. Die Größe ist an den Haushalt angepasst. Das System wandelt das Licht in Wärme um und überträgt diese auf das Wasser, das in den Röhren des Kollektors fließt. Und das wiederum wird in einem Kreislauf zum Warmwasserspeicher gepumpt.”

Für eine Fotovoltaikanlage, um zusätzlich Strom zu produzieren, ist das Dach indes zu ungünstig positioniert. Die Bäume nebenan würden zu viel Sonnenlicht nehmen. Die Röhrenkollektoren für die Warmwasserbereitung müssen indes nicht der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden. „Da reicht auch so diffuses Licht wie heute”, sagte Andreas Werner noch gestern mit Blick in den grauen Tag. Der gestrige Schnee auf dem Dach beeinträchtige die Arbeit der Anlage nicht. Seit Mitte Oktober sei die Anlage in Betrieb. Und obwohl es in den sechs Wochen keinen übermäßigen Sonnenschein gab, habe die Anlage bereits 38 Kilowattstunden gemacht

Rund 12 500 Euro hat Familie Schweitzer in den neuen Gasbrennwertkessel und die Solaranlage investiert. Allein die Sonnenkollektoranlage koste laut Werner rund 5 000 Euro. Etwa 25 davon habe sein Betrieb in diesem Jahr installiert. Mit 410 Euro wird die Anlage vom Bund gefördert. „In zehn oder elf Jahren hat sich das Ganze bezahlt gemacht”, ist Manfred Schweitzer überzeugt.

 
 
 
 
 


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