200 000 Dollar für das Projekt vom Laibach-Hof |
29.10.08 |
![]() ![]() ![]() Während Finanzexperten den jüngsten Höhenflug der US-Währung gegenüber dem Euro eher mit staunendem Kopfschütteln zur Kenntnis nehmen, fand Laibach-Hof-Geschäftsführer Uwe Beintmann durchaus Gefallen daran. Denn die amerikanische Stiftung zahlt in Dollar und so profitiert das gemeinnützige Unternehmen mit Sitz in Bokel von den Veränderungen des Wechselkurses. Schon mehrfach hatte die Timken-Stiftung in den vergangenen Jahren soziale Projekte in Halle großzügig unterstützt. Die Summe, die der Laibach-Hof jetzt einplanen kann, stellt aber die mit Abstand größte Einzelsumme dar. Offensichtlich überzeugte das ungewöhnliche Konzept, das gleich einer ganzen Reihe von guten Zwecken dient, in besonderer Weise. Außerdem ist natürlich der Finanzbedarf für die Sanierung eines zwar denkmalgeschützten, aber eben ziemlich heruntergekommen Fachwerk-Bauernhofs recht hoch. Im Sommer 2009 sollen die Bewohner vom Laibach-Hof dort einziehen können. Es sind junge Erwachsene, die aus der für Kinder und Jugendliche konzipierten Einrichtung in Bokel herausgewachsen sind und jetzt selbstständiger leben sollen. Direkt nebenan entsteht ein Neubau, der bereits im Januar 2009 fertig gestellt sein soll. Den Kontakt zwischen dem Laibach-Hof und der Stiftung, die Erträge aus dem Gewinn der Timken-Unternehmen verteilt, hatte Harry Benson hergestellt. Er ist ehemaliger Leiter der technischen Dienste bei der Firma Timken in Künsebeck und jetzt im Ruhestand. Seine Kontakte halfen auch dabei, ein besonders heikles Problem zu lösen: Die Projektunterlagen müssen in Englisch bei der Stiftung eingereicht werden und die Anforderungen an den Inhalt der Papiere sind hoch. Die Spender wollen detaillierte Angaben zu den wirtschaftlichen Verhältnissen des Empfängers, zum geplanten Projekt und vieles mehr. „Es gab keine Rückfragen aus den USA”, lobte Werkscontroller Dieter Hohenbrink die Arbeit des Bokeler Laibach-Hofes. Dessen Idee, Wohnplätze für Behinderte, Altenwohnungen sowie normale Sozialwohnungen in einem teils denkmalgeschützten Baukomplex bewusst gemeinsam unterzubringen, erfährt jetzt noch weitere Anerkennung. Gartnisch 2, wie der Name lautet, soll bei einem gemeinsamen Symposium der Landesministerien für Bauen und für Soziales als mustergültiges Projekt vorgestellt werden, erzählte Uwe Beintmann. |
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