Vogelhaus de luxe

22.10.08
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Von Andreas Großpietsch     Halle-Kölkebeck. „In erster Linie wollte ich meinen Traum verwirklichen, ein Vogelhaus aus Fachwerk zu bauen”, umschreibt Achim Pahde aus Kölkebeck die Motivation, die ihn zu vielen Stunden Tüftelei in der eigenen Werkstatt bewegt hat. Das Ergebnis im Maßstab 1:20 braucht den Vergleich mit den Vorbildern in Originalgröße jedenfalls nicht zu scheuen.

Wie ausgefeilt das Bauwerk ist, macht erst der Blick auf die Details deutlich. Denn auf den Einsatz von Nägeln, Schrauben oder Klebstoff hat der gelernte Werkzeugmacher verzichtet - wie es in früheren Zeiten eben auch bei den echten Fachwerkhäusern üblich war. Und natürlich kam als Werkstoff nur Eichenholz in Frage.

Die Fachwerk-Konstruktion aus 250 Balken im Miniaturformat wird von hölzernen Zapfen zusammengehalten. Diese Zapfen sind 11 Millimeter lang und 1,5 Millimeter stark - und natürlich selbst gemacht. „Dafür habe ich mir eine Vorrichtung gebaut”, erklärt Achim Pahde, der im Hauptberuf selbstständig im Bereich Inneneinrichtung, Fahrzeugausbau und Vorrichtungsbau ist.

Vielleicht auch deshalb sind die Fenster aus Edelstahl gelasert, pulverbeschichtet und in Nuten im Balkenwerk fixiert. „Alle Materialien sind so gewählt, dass sie jahrelang im Freien stehen können”, sagt Pahde. Die Vogelhäuschen sollen nach seiner Meinung eine Patina entwickeln und so mit zunehmender Zeit eher schöner werden. Das gilt zum Beispiel für die rund 3000 handgeformten Tondachziegel - die aus dem Modellbaubedarf zugekauft wurden. „Die sind allerdings angeklebt, sonst würden sie im Freien nicht halten.”

Ein Patent hat Achim Pahde natürlich nicht für sein Vogelhaus der Luxus-Katergorie. Aber bei Interesse könnte er rasch liefern, die Materialien für eine kleine Serie sind vorbereitet. Der Preis wäre zwar recht hoch, aber angesichts von 70 Arbeitsstunden und erheblichen reinen Materialkosten nachvollziehbar. Der Gedanke ans Verkaufen stand aber nicht im Mittelpunkt: „Ich wollte einfach mal zeigen, was man aus Holz alles machen kann”, sagt der Tüftler. Und das ist ihm eindrucksvoll gelungen.

Auf Wunsch würde er sogar ein noch deutlich größeres Modell bauen, das als Hundehütte dienen könnte. „Aber in erster Linie habe ich mir einen Traum vcerwirklicht und meine Freude daran”, sagt der Kölkebecker. Unter ` (0 52 01) 49.05 können sich Interessenten bei ihm melden.

 
 
 
 
 


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