Mit Volldampf und Versmolder Spezialität |
24.07.08 |
![]() ![]() „Jeder, der wie ich in Versmold aufgewachsen ist, kennt sich mit Fleisch gut aus”, sagt die 44-Jährige und fügt schmunzelnd hinzu: „Es bleibt einem ja nichts anderes übrig.” Kerstin Hörtig hat zwar mittlerweile ihre Zelte in Stuttgart aufgeschlagen, „doch im Herzen bin ich Versmolderin geblieben”. Vor zwei Jahren hatte sie sich bei Vox für die Kochsendung »Das perfekte Dinner« beworben. „Damals wurde auch direkt ein Casting-Video über mich gedreht”, erzählt sie. Mit der Teilnahme an der Show wurde es dann nichts, doch dafür bekam sie eine Einladung für »Unter Volldampf«. Bei dieser Sendung müssen fünf Hobby-Köche in der Küche eines Spitzenrestaurants an vier Tagen gegeneinander antreten. Jeder ist pro Tag für einen anderen Gang verantwortlich und muss am fünften Tag im Service die lokal prominenten Gäste des Restaurants bedienen, die die Kochleistungen bewerten. Und das, sagt Kerstin Hörtig, die eigentlich als Berufsberaterin bei der Agentur für Arbeit beschäftigt ist, war der schwierigste Part an der ganzen Sache. „Ich hätte lieber noch zehn Wochen gekocht als noch mal einen einzigen Tag bedient”, lautet ihr Urteil. Zumal sie es an ihrem »Service-Tag« mit den Spielerfrauen des VfB Stuttgart zu tun hatte. „Sie waren aber sehr nett und haben sich für den guten Service bedankt”, sagt Kerstin Hörtig, die froh ist, dass die Fernsehkamera gerade nicht lief, als ihr eine Flasche Sekt am Tisch aus der Hand rutschte. Sie ist ohnehin sehr gespannt darauf, was in den Sendungen, die in der Woche vom 26. bis 30. Mai ausgestrahlt werden, tatsächlich zu sehen ist. „Es wurden rund 100 Stunden gedreht”, schätzt Hörtig, doch jede der fünf Sendungen dauert nur 25 Minuten. „Am ersten Tag achtet man noch darauf, was man sagt und macht, wenn die Kamera an ist; nach vier Tagen ist einem das dann egal.” Denn es geht ja in erster Linie ums Kochen. Und da müssen sich die Hobbyköche erst mal an die Bedingungen in einer Spitzenrestaurant-Küche wie der des Stuttgarter »Amici« gewöhnen. „Es gab zum Beispiel nur eine riesige Herdplatte und wenn man nicht aufpasste, war alles schnell verkocht”, sagt die Mutter zweier Kinder. So sei ihr auch ihre Bratwurst nicht ganz gelungen. „Die habe ich versemmelt”, sagt Kerstin Hörtig selbstkritisch. Und das, wo sie eigens im Vorfeld der Sendung nach Versmold gefahren ist, um sich die Würstchen zu besorgen. „Die schmecken einfach nirgendwo sonst so gut”, sagt sie. »Suppe von der gelben Karotte mit Versmolder Bratwurst« hat sie ihr Gericht ihrer Heimatstadt zu Ehren betitelt. Das Fernsehteam habe erst mal gefragt, wo Versmold denn überhaupt liege. Und dann hat Kerstin Hörtig erzählt, von den Ferienjobs in der Fleischfabrik und der Bedeutung der Wurst für die Stadt. „Ich hoffe, dass das auch gesendet wird”, sagt sie. Welche Platzierung die 44-Jährige erreicht hat, wird hier nicht verraten. Aber das Ergebnis ist ihr eigentlich egal, denn Kerstin Hörtigs Fazit steht fest. „Das war die aufregendste Woche meines Lebens”, sagt sie und hat für ihren Beruf praktischen Nutzen daraus gezogen. „Wenn jetzt jemand zu mir in die Berufsberatung kommt und Koch oder Restaurantfachfrau werden möchte, dann weiß ich wirklich, wovon ich rede.” ¤ »Unter Volldampf«, Montag, 26., bis Freitag, 30. Mai, 19.50 Uhr auf Vox. |
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