Zwischen Pech und Medaillen |
15.07.08 |
![]() Stein hatte 2006 und 2007 die M 55-Titel mit der 6 kg schweren Kugel gewonnen. Nach einer Knieoperation im Winter musste er seine Ansprüche herunterschrauben, war aber rechtzeitig zur 13-Meter-Form zurückgekehrt. In Schweinfurt kam der Drehstoßtechniker nur schwer ins Rollen, beendete den Vorkampf mit 12,70 m und bewies erst im letzten Durchgang seine kämpferischen Qualitäten: Mit 13,41 m erzielte er eine neue persönliche Saisonbestweite. Nur 14 Zentimeter fehlten zum erneuten Titelgewinn; der für einen bayerischen Verein startende Kroate Stipo Knez siegte mit 13,55 m vor dem Mitfavoriten Horst Springborn (13, 48 m). TVW-Athleten im Pech: Wadenzerrung, Hexenschuss, Schmerzen im Oberschenkel Tags zuvor hatte sich Hallenmeister Helmut Weber im verregneten M 60-Hochsprung eine Wadenzerrung zugezogen; nach übersprungenen 1,50 m (Rang 4) war der Wettkampf für ihn zu Ende. M 60-Sprinter Aloys Tenkhoff lag im 100-m-Vorlauf an aussichtsreicher Position, als ihn nach etwa 50 m ein Hexenschuss stoppte und er in 14,05 Sek. nur noch austrudelte. Gleich beim Angleiten zum ersten Kugelstoßversuch erwischte es Manfred Meier am Oberschenkel. „Es ist dieselbe Stelle, die schon vor vier Jahren Probleme bereitet hat”, sagte er und gab enttäuscht auf. Am Sonntagmorgen gefährdete wolkenbruchartiger Regen die Fortsetzung der DM. Die M 55-Diskuswerfer mussten ihren Wettkampf lange unterbrechen; schließlich gab es für Johann Stein, der aus einem rutschigen Ring mit einer 35-Meter-Weite gestartet war, doch noch ein Happyend: 41,03 m brachten »Silber« hinter dem aktuellen Weltmeister Lothar Pongratz (LC Paderborn, 49,22 m). Auch die M 60-Dreispringer wurden auf eine Geduldsprobe gestellt. Als sich der Regen beruhigt hatte, der Kunststoff aber noch nass war, erreichte Claus-Werner Kreft seine beiden Hauptziele - die »Elf« vor dem Komma (11,02 m) und den 20. Dreisprungtitel in Folge seit 1989. Vize Lothar Lehmann (Wellingdorfer TV) lag mit 10,11 m deutlich zurück. Nach zweimonatiger Verletzungspause hatte Kreft im Weitsprung erwartungsgemäß keine Chance, war aber froh, beschwerdefrei den 3. Rang mit 5,13 m zu erreichen. Im M 55-Dreisprung holte Gerd Lipinski (10,19 m) wie bereits im Vorjahr die Bronzemedaille. Zufrieden war er auch mit seinem 6. Rang im Weitsprung (5,01 m); im Hochsprung (1,48 m/5.) schöpfte er seine Möglichkeiten nicht aus. Das gilt auch für Werner Ahlemeyer (M 60), der schon vor dem 1500-m-Start Oberschenkelprobleme spürte und in 5:29,63 Min. Zehnter wurde. |
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