Abrutschende Steinmassen verschütten Bagger |
20.05.08 |
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Halle (hego). Ein 57-jähriger Baggerführer hat gestern Morgen unglaubliches Glück gehabt. Bei Aufräumungsarbeiten lösten sich aus einer etwa 50 Meter hohen Kalksteinwand außerplanmäßig mehrere 100 Kubikmeter Geröll.
Der Fahrer konnte sich noch rechtzeitig aus seinem Gefährt retten, erlitt aber durch nachrutschendes Gestein Verletzungen, die eine ambulante Behandlung im Klinikum Halle nötig machten. Dieser schwere Unfall geschah gestern Morgen kurz vor neun Uhr. Der 57-jährige Baggerfahrer räumte mit seinem Gerät abgesprengtes Kalkgestein an die Seite, das in der vergangenen Woche gelöst worden war. Nach Darstellung des Maschinenführers vernahm er plötzlich die Geräusche abbrechenden Gesteins und er merkte, wie sich größere Mengen aus der Wand lösten und sich krachend zu Tal schoben. Der Baggerführer sprang aus dem Fahrerhaus, wurde aber von nach rutschendem Gestein getroffen und an Kopf und Händen verletzt. Wie unser Bild eindrucksvoll zeigt, hat sich möglicherweise durch Regen der vergangenen Tage ein größerer Felsbereich gelöst und ist durch die Erschütterungen der Baggerarbeiten am Fuße der Steilwand ins Wanken geraten und dann abgestürzt. Die Steinmassen jedenfalls begruben das Fahrwerk des Baggers und drückten sich auch seitlich in die Kabine. Gestern Nachmittag wurden die ersten Bemühungen unternommen, das verschüttete Gerät freizulegene. Dabei mussten die Beteiligten größte Sorgfalt walten lassen. Das Gestein in den Steinbrüchen Diekmann und Foerth, die jetzt zusammenwachsen, ist relativ weich. An dem Kettenfahrzeug entstand erheblicher Sachschaden. Die Polizei behandelt den gestrigen Zwischenfall als Arbeitsunfall, auch der Arbeitsschutz ist tätig geworden.
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